Kaum habe ich Eckertfelde der Öffentlichkeit vorgestellt, kamen direkt die ersten Kritiker und haben das Projekt schlecht geredet. Auch Landwirte beschweren sich über die Idee von Eckertfelde. Sogar aus der Verwaltung von Arnstein gab es Kritik. Diese bleibt auch noch immer bestehen und noch immer werde ich fast täglich für mein Vorhaben in Eckertfelde angegriffen. Häufig sind die Aussagen wenig sachlich, sondern eher persönlich und beleidigend. Es gab bereits einige Anrufe, wo mir andere Landwirte am Telefon in einer unangemessenen Tonlage erklärt haben, dass es frech ist, was ich in Eckertfelde vor habe.

Hintergrund ist, dass Eckertfelde kein gemeinnütziges Projekt ist und sich diese Personen hochgerechnet haben, was 20.000m² x 25,00€ / m² im Ergbenis bedeuten. Ganz recht, 500.000,00€ pro Jahr. Nun heißt es, dass Eckertfelde nur zur schnellen Bereicherung dient und ich mir das gesamte Geld einfach in die Tasche stecke. Die Aussage ist schon im Grundsatz falsch, da diese Leute offenbar nicht die Grundkosten bedenken und ich zum Beispiel das Saatgut auch nicht geschenkt bekomme.

Doch selbst wenn ich dran verdienen würde: Warum wäre das falsch?
Ein Ölkonzern hat eine Bohrinsel in Havarie, verpestet mit Millionen von Tonnen ein ganzes Meer und trotzdem tankt jeder weiter an der Tankstelle von diesem Konzern. Jeder weiß, wie schlimm und brutal Massentierhaltung ist und trotzdem kaufen alle weiter beim Discounter das Fleisch. Jeder weiß, das Plastik schon in der Herstellung hochgiftig ist und trotzdem kaufen alle Plastikflaschen. Es ist auch bekannt, das Schiffe und Flugzeuge Umweltsünder sind, trotzdem machen viele Kreuzfahrten und fliegen in den Urlaub. Jeden Tag unterstützen wir alle Großkonzerne, die immer noch mehr Millarden verdienen wollen, egal wie.

Aber Geld an einem Projekt zu verdienen, dass der Natur etwas zurück gibt, ist verwerflich, frech und ungerecht.
Es tut mir leid, aber ich verstehe es nicht.

Wenn Projekte, die nachhaltig sind und dem Erhalt der Natur, Umwelt und dem Planeten dienen eine ganz normale Firma und weniger gemeinnützig sein könnten, könnten diese in kürzerer Zeit viel mehr bewirken. Stell Dir vor das alle gemeinnützigen Umweltorganisationen die Zeit und den Aufwand den sie brauchen, um Spenden zu generieren direkt in die Sache selbst investieren könnten. Was das für Auswirkungen hätte! Stell Dir vor Du bist hauptberuflich tätig als Naturbetreuer in zum Beispiel Eckertfelde.
Das ist eine Idee, die ich für realistisch halte. Ich finde, es sollte „Naturfirmen” geben. Eckertfelde ist jedenfalls aktuell eine Naturfirma, nur das bisher kein Beteiligter daran verdient, sondern alle sowohl Freizeit wie auch privates Geld in Eckertfelde investieren, undzwar im vierstelligen Bereich.

Ganz recht, bisher hat niemand an Eckertfelde verdient, außer die Natur und es wurden bereits hohe Summen aus eigener Tasche in das Projekt gesteckt. Selbst wenn ich an Eckertfelde verdienen würde, wäre es doch in Ordnung, wenn dafür die Natur einen großen Mehrwert hat und die Biodiversität in der Region noch mehr zunimmt. Ist es nicht schöner auf diese Art Geld zu verdienen, anstatt mit fiesen Verkaufstricks und Produkten, die rücksichtslos in armen Ländern hergestellt und hier überteuert verkauft werden, nachdem sie ein Mal um die ganze Welt transportiert wurden (Stichwort Kraftstoffverbrauch)?

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