Am 20.05.2019 war Weltbienentag und ich fand, dass es genau der richtige Zeitpunkt war, um Eckertfelde offiziell zu eröffnen. In einer bewusst kleinen Runde haben sich etwa 20 Personen zusammen gefunden. Bewusst klein deshalb, weil es ein Naturort ist und viele Menschen trampeln viel kaputt.

Zu den Gästen gehörten neben Pressevertretern auch der Arnsteiner Bürgermeister Herr Sauer sowie die Grünen Lantagsabgeordnete Kerstin Celina.

Am 20.05.2019 um 14:00 Uhr begann die Eröffnung und zeitgleich hat sich automatisch die Website umgestellt. Seit diesem Moment kann jeder Eckertpate werden, ganz einfach online. Die Urkunde zur Patenschaft unterschreibe ich persönlich und sende sie per Post zu. Wer aus der Umgebung kommt, bekommt nach Möglichkeit die Urkunde sogar persönlich ausgehändigt.
Bereits zur Eröffnung wurden die ersten Urkunden ausgestelt. Kerstin Celina hatte schon weit im Vorfeld als erste ihre Patenschaft angekündigt und unterstützt Eckertfelde mit 20m². Vielen Dank, Frau Celina!

Am Weltbienentag habe ich direkt vor Ort in Eckertfelde erklärt, was alles in noch alles Eckertfelde passieren soll und warum dieses Projekt weit mehr ist, als nur eine Blühwiese. Mittlerweile gibt es viele Blühwiesen, für die eine Patenschaft übernommen werden kann. Das finde ich klasse! Aber in Eckertfelde ist es nicht einfach eine Wiese, die erblühen soll und fertig. In Eckertfelde entsteht ein Naturort, an dem auch Du die Natur erleben kannst! In absolut ruhiger Lage kannst Du dort Bienen und Insekten beobachten, zukünftig Eckertfelder Honig genießen, direkt durch die Blühwiese laufen und hören, riechen, fühlen, was dort alles passiert. Ein anstehendes großes Projekt ist ein sogenanntes „Tiny House”. Aus dem alten Werkzeuglager in den ehemaligen Weinbergen, soll eine romantische Übernachtungsgelegenheit entstehen. Es sollen noch weitere Insektenhotels folgen und eine Zusammenarbeit mit lokalen Künstlern ist auf den Weg gebracht. Der Kunstweg führt dann am Rande von Eckertfelde entlang zum Tiny House.
Weiter soll eine Zusammenarbeit mit dem nahgelegenen Waldkindergarten entstehen, den ich vor etwa 20 Jahren selbst mit gegründet  habe. Kinder sollen für die Natur und den respektvollen Umgang sensibilisiert werden und schon früh lernen, wie wertvoll und schön Natur ist.

Das alles ist nur eine Auswahl an Ideen. Auf der Liste, steht noch weit mehr.

Danke auch an Dominik Kretzer. Er arbeitet bei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) und berät mich professionell, auch was das Saatgut angeht, dass schnell bis zu 1.200,00 € pro 1ha (10.00m²) kostet. Der Freistaat Bayern fördert Blühpatenschaften mit 600,00 € pro 1ha. Ich verzichte aber auf Förderungen. Das erklärte Ziel ist Unabhängigkeit, wenig Bürokratie und möglichst viel Zeit in das Projekt und für die Natur investieren. Auch Dominik hat am 20.05. ein paar Worte gesagt und erklärt, wie Eckertfelde aufgeteilt und das unterschiedliche Saatgut verteilt wird. Zum Beispiel werden 4.000m² für den in Franken heimischen und bedrohten Vogel Ortolan bepflanzt. Die Anzahl der Quadratmeter wurde fachmännisch berechnet. Welche Saat wo gepflanzt wird, wird genau ausgesucht und besprochen. Auf einer Teilfläche von 2.000m² ist die Erprobung von neuem Saatgut angedacht, dass selbstverständlich ebenfalls für Bienen und Insekten ist. Das LWG und ich freuen uns auf die gemeinsame Arbeit und das wilde gesumme und gebrumme, das in Ekcertfelde entstehen wird.

Im Herbst 2019 sehen wir erste Ergebnisse.

Viele Grüße,

Hartmut Eckert.

 

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